Tango-Lexikon

Hier findest du Interessantes rund um das Thema Tango Argentino.

Milonga als Tango-Tanzveranstaltung

Seit 1872 ist der Begriff Milonga in der Bedeutung „Tanzveranstaltung“ belegt. Heutzutage treffen sich Tangotänzer (traditionell als Milonguera und Milonguero bezeichnet - aktueller als Tanguera und Tanguero) zu Milongas, um zu den drei Rhythmen zu tanzen: Tango, Vals und Milonga (Musik). Jeweils drei bis fünf Stücke eines Typs bilden sogenannte Tandas, die durch kurze musikalische Intermezzi (Cortinas) unterbrochen werden können. Der Ablauf einer Milonga wird durch verschiedene Sitten (Códigos) geordnet, diese können durchaus von Veranstaltung zu Veranstaltung differieren.

Traditioneller Ablauf

Rund um die Tanzfläche sind Tische angeordnet. Zum Tanz eingeladen wird durch Aufnahme von Blickkontakt (Mirada) und das Kopfnicken (Cabeceo); in der Regel fordert der Mann die Frau auf. Am Ende einer Tanda bedankt und verabschiedet man sich, der Mann geleitet die Frau zu ihrem Platz zurück (sehr traditionell). Sich zu trennen, während eine Tanda noch nicht zu Ende gespielt wurde – oder gar vor dem Ende eines Stückes – gilt als unhöflich und demütigend.

Die Queer-Tango-Bewegung versucht, diese heteronormative Geschlechterrollenverteilung aufzubrechen, um dadurch auch Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen eine Heimat im Tango zu geben; es haben sich auch eigenen 'Queer-Milongas' und Queer-Tango-Festivals entwickelt.

 

Milongas (Tango-Tanzlokale) in Buenos Aires

In Buenos Aires ist die Milongakultur, bedingt durch das von der argentinischen Militärdiktatur verhängte Versammlungsverbot, lange Zeit nur im Untergrund gepflegt worden. Seit Anfang der 1990er Jahre nimmt hier der Tango Argentino eine sehr dynamische Entwicklung. Viele neue Milongas wurden ins Leben gerufen, so dass heute täglich ein Angebot an mindestens 15 verschiedenen Veranstaltungen besteht, donnerstags bis sonntags sind es sogar bedeutend mehr. Alle aktuellen Informationen über Milongas in Buenos Aires findet man in der Zeitschrift El Tangauta; zu den wichtigsten Veranstaltungsorten in Buenos Aires zählen:

Confitería Ideal: Im holzvertäfelten Obergeschoss des „Ideal“, unter goldenen Lüstern und bröckelndem Verputz trifft sich das eher ältere Publikum zum Tanz.

Salón Canning: Freitags ist die von Omar Viola unter dem Namen Parakultural ausgerichtete traditionelle Milonga der Treffpunkt für die besten Tänzer der Stadt. Hier wird vor allem der Estilo Milonguero (enges Tanzen mit viel Körperkontakt) gepflegt.

La Nacional: Eine weitere Traditions-Milonga.

Sunderland Club: Hier treffen sich die alteingesessenen Milongueros und zelebrieren den traditionellen Tango mit all seinen strengen Verhaltensregeln (códigos).

La Viruta: Tanzparkett für Nachwuchstänzer, Massen-Tanzstunden mit bis zu 300 Teilnehmern, Tango wird regelmäßig durch Salsa- und Rock-’n’-Roll-Tandas unterbrochen: Electrotango ist hier stark vertreten.

La Marshall: Dieser erste Queer Tango-Salon eröffnete im Jahre 2002. Hier sind vor allem gleichgeschlechtliche Tanzpaare willkommen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Milonga.

Noch mehr interessante Infos gibt es z.B. bei Wikipedia.

 

 

 

 

 

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